Project Planet A – ein Plädoyer für die Ökomoderne

Deutschland, quo vadis? 

Die deutsche Energiewende und der angestrebte Kohleausstieg beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit, weil der CO2-Ausstoß aus fossilen Energieträgern zunehmend als problematisch erkannt wird. In Deutschland haben wir bisher den Umstieg auf 40% erneuerbar erzeugten Strom geschafft.  “100% Erneuerbare Energien” bis 2050 sind das Ziel, auf das unsere Politik derzeit hinarbeiten will. Verschärft wird die aktuelle Diskussion durch die Jugendbewegung Fridays for Future.

Sicher ist: wir müssen weg von fossilen Brennstoffen, um den CO2-Ausstoß global zu senken. Mittlerweile werden aber parallel Forderungen gestellt, die den Verzicht predigen: unser Fortschritt und der Kapitalismus sei schuld am Klimawandel, der Weg führe neben einem Umstieg auf eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien nur über massive Energieeinsparungen und die politisch-gesellschaftlich-moralisch geprägte „Große Transformation“ unserer westlichen Gesellschaft. Ist das eine vernünftige Lösung, während sich andere Staaten auf der Erde zu Industriestaaten entwickeln, weil sie verständlicherweise ebenfalls unseren Wohlstand erreichen wollen? Wie aber können wir bald elf Milliarden Menschen weltweit ernähren und mit Nutzenergie versorgen, ohne unsere Umwelt weiterhin zu zerstören?

Einen völlig neuen Weg durch eine andere Betrachtungsweise bietet uns hier die Ökomoderne, die Umwelt- und Klimaschutz mit Wohlstand und Fortschritt verbinden will. Geprägt wurde dieser Begriff im Jahre 2015 von Wissenschaftlern des Breakthrough Institute in USA, die ihre Gedanken in einem Ökomodernen Manifest niedergeschrieben haben. Diese „ökomoderne“ Lösung unserer Umweltprobleme wird massiv unterschätzt – aus diesem Grund habe ich dieses Plädoyer geschrieben, um das Prinzip der Ökomoderne zu erklären und seine Vorteile herauszuarbeiten:

Project Planet A – Ein Plädoyer für die Ökomoderne (PDF)

Aus Gründen von „TL;DR“ ist ebenfalls ein Abstract davon verfügbar.

Außerdem existiert eine Präsentation, die laufend weiterentwickelt wird. Bei Interesse halte ich diese gerne.

Ein Ökomodernes Manifest

Die Ökomoderne ist ein neues Gedankenkonzept im Bereich des Umweltschutzes, das sich in Opposition zur klassischen Umweltbewegung sieht.

Kernpunkte der Ökomoderne sind „Entkoppelung von Naturverbrauch“ statt „Abhängigkeit von der Natur“ und die generelle Ansicht, dass Industrialisierung, Globalisierung und Modernisierung untrennbar von Klima- und Naturschutz sind.

Zuerst verwendet wurde der Begriff von Wissenschaftlern des amerikanischen Breakthrough Institute, die sich selbst in ihrem „Ecomodernist Manifesto“ als Ökomodernisten bzw. -pragmatiker bezeichnen.

Ein Ökomodernes Manifest (An Ecomodernist Manifesto)

Zu den Verfassern des Manifestes gehören Joyashree RoyBarry BrookRuth DeFriesMichael Shellenberger und Ted Nordhaus. Unter den 18 Unterzeichnern sind auch John Asafu-AdjayeStewart BrandMark LynasRoger A. Pielke juniorMark Sagoff und Robert Stone.